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Onshore-Umweltuntersuchungen
Im Rahmen der Planung von Tarchon werden umfassende Umweltuntersuchungen durchgeführt, um mögliche Auswirkungen des Projekts auf Natur und Umwelt frühzeitig zu erfassen und geeignete Vermeidungs-, Minderungs- oder Ausgleichsmaßnahmen zu entwickeln.
Die Untersuchungen erstrecken sich über die gesamte geplante Projekttrasse. Dabei werden insbesondere der Standort der Konverterstation, der vollständige Onshore-Trassenkorridor sowie der vorgesehene Landfall systematisch auf potenzielle Umweltauswirkungen geprüft.
Aufgrund unterschiedlicher ökologischer Gegebenheiten werden standortspezifische Untersuchungen durchgeführt, um die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen und Interessen differenziert zu bewerten und gezielt in die weitere Planung einzubeziehen.
Die Erhebungen erfolgen gemäß den jeweils geltenden artspezifischen Erfassungszeiträumen.
Die Untersuchungen entlang der Landtrasse begannen im Januar 2026, die Untersuchungen im Küstenmeer und in der „Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ)“ sind ebenfalls für das Jahr 2026 vorgesehen und werden gemäß den geltenden artspezifischen Erfassungszeiträumen durchgeführt. Vor Beginn der Untersuchungen wird die Öffentlichkeit informiert, um Transparenz über Umfang, Ablauf und Ziele der geplanten Erhebungen sicherzustellen.
Die faunistische Übersichtsbegehung dient dazu, die Potenzialflächen für die Artengruppen Amphibien und Reptilien zu ermitteln. Potenzialflächen stellen geeignete Lebensräume dieser Artengruppen dar, die bestimmte Bedingungen aufweisen müssen, damit sie von den Arten genutzt werden können.
Auf Grundlage der bereits durchgeführten faunistischen Übersichtsbegehung werden in bestimmten Bereichen, in denen ein Vorkommen von Amphibien vermutet wird, genauere Erfassungen durchgeführt. Neben dem Verhören von Lautäußerungen können hier auch sog. „Wasserfallen“ zum Einsatz kommen. Diese Methode ist nicht-invasiv und dient dem genauen Bestimmen der Arten. Die Tiere verbleiben für kurze Zeit in diesen Wasserfallen und werden im Anschluss an Ort und Stelle wieder freigelassen.
Wie bei den Amphibien werden Reptilien auf vorher bestimmten Potenzialflächen erfasst. Dies geschieht durch Sichtbeobachtung, ggf. können hierfür auch sog. „künstliche Verstecke“ ausgebracht werden. Dies können z.B. Dachpappenstücke oder auch Bleche sein, unter die sich die Reptilien verkriechen können und die dann auf ein Vorkommen überprüft werden. Die künstlichen Verstecke werden nach der Kartierung wieder eingesammelt und verbleiben nicht im Gelände.
Zur Erfassung von Fledermausarten werden verschiedene Methoden eingesetzt, um eine umfassende Datengrundlage zu schaffen. Hierzu kommen unter anderem spezialisierte Detektoren zum Einsatz, die die Ultraschalllaute der Fledermäuse erfassen, sowie Horchboxen zur kontinuierlichen Überwachung ihrer Aktivität. Die Horchboxen werden für eine bestimmte Zeit im Gelände aufgestellt und nach der Erfassung wieder abgebaut. Zusätzlich kann in Einzelfällen der Einsatz von Netzfängen und Telemetrieverfahren erfolgen, um detaillierte Informationen zur Verbreitung und zum Verhalten der Fledermäuse zu gewinnen.

