In diesem Bereich beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Projekt, zum Planungsstand und zu den Verfahren. Die FAQs sollen helfen, zentrale Themen verständlich einzuordnen und einen tieferen Einblick zu ermöglichen. Unsere FAQs werden derzeit aktualisiert und stehen Ihnen in Kürze wieder zur Verfügung. Bei dringenden Fragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Nein, eine Vermischung von Süß- und Salzwasser durch die Bohrung ist nach heutigem Stand der Technik nicht zu erwarten.
Beim Horizontalspülbohrverfahren (HDD) wird ein geschlossener Bohrkanal hergestellt. Dieser wird nach Abschluss der Bohrung mit einem Schutzrohr ausgekleidet, in das später das Kabel des Tarchon Interkonnektors eingezogen wird. Dadurch entsteht keine dauerhafte Verbindung zwischen unterschiedlichen Grundwasserbereichen.
Zusätzlich wird die Lage der Bohrung im Vorfeld auf Grundlage geologischer und hydrogeologischer Untersuchungen festgelegt. Dabei wird besonders darauf geachtet, die natürliche Struktur der wasserführenden Schichten der Insel möglichst wenig zu beeinflussen.
Während der Bauarbeiten werden die Bohrparameter kontinuierlich überwacht. Sollte es Hinweise auf ungewöhnliche Veränderungen im Bohrverlauf geben, können die Arbeiten unmittelbar angepasst werden.
Durch diese technischen Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Funktionen der Süßwasserlinse langfristig erhalten bleiben.
Nach Fertigstellung des Bohrkanals wird zunächst ein Schutzrohr in die Bohrung eingezogen. Anschließend wird das Kabel des Tarchon Interkonnektors durch dieses Rohr geführt.
Dieses Verfahren bietet zusätzlichen Schutz für Kabel und Umwelt. Das Schutzrohr trennt das Kabel dauerhaft vom umgebenden Boden und sorgt für eine sichere und stabile Führung der Leitung.
Nein.
Beim Bohren wird eine Bohrspülung auf Basis von Bentonit eingesetzt. Bentonit ist ein natürlich vorkommendes Tonmineral, das in der Geotechnik weit verbreitet ist und unter anderem auch in der Lebensmittelindustrie verwendet wird.
Die Bohrspülung stabilisiert den Bohrkanal und transportiert das gelöste Bodenmaterial an die Oberfläche. Bentonit gilt als umweltverträglich und stellt keine Gefahr für Grundwasser oder Umwelt dar.
Die Bohrung verläuft in einer Tiefe von etwa 20 bis 40 Metern unter Geländeoberkante. In diesen Tiefen befinden sich häufig dichte Bodenschichten, etwa Ton- oder Kleiablagerungen.
Das Kabel des Tarchon Interkonnektors wird damit gewissermaßen unter der Insel hindurchgeführt.
Für die Querung der Insel wird das Horizontalspülbohrverfahren (HDD) eingesetzt.
Dabei wird kein offener Graben durch die Insel angelegt. Stattdessen wird ein unterirdischer Bohrkanal hergestellt. Ein steuerbarer Bohrkopf wird von einem Startpunkt aus unterirdisch zu einem Zielpunkt auf der anderen Seite der Insel geführt.
Die Inseloberfläche, die Dünenlandschaft und sensible Lebensräume bleiben dabei vollständig erhalten.
Der Schutz der Süßwasserlinse hat im Projekt Tarchon Interkonnektor eine sehr hohe Priorität.
Bei der Inselquerung wird der Untergrund der Insel mittels eines gesteuerten Horizontalspülbohrverfahrens (HDD) durchquert. Entscheidend ist, dass dieses Verfahren keinen offenen Eingriff in die wasserführenden Schichten der Insel erfordert.
Die Bohrung erfolgt in einem geschlossenen System. Der Bohrkanal wird stabilisiert und anschließend mit einem Schutzrohr ausgekleidet, in das später das Kabel eingezogen wird. Dadurch entsteht keine dauerhafte Verbindung zwischen unterschiedlichen Grundwasserhorizonten, und eine Vermischung von Süß- und Salzwasser wird vermieden.
Die genaue Tiefenlage der Bohrung wird auf Grundlage geologischer und hydrogeologischer Untersuchungen festgelegt. Ziel ist es, die natürlichen wasserführenden Schichten der Insel möglichst wenig zu beeinflussen.
Die Ostfriesischen Inseln bestehen überwiegend aus sandigen Sedimenten und sind vollständig von Salzwasser umgeben. Regenwasser, das auf die Insel fällt, versickert im Boden. Da Süßwasser eine geringere Dichte hat als Salzwasser, sammelt es sich im Untergrund der Insel und bildet eine zusammenhängende Süßwasserlinse, die auf dem salzigen Grundwasser „aufliegt“.
Diese Süßwasserlinse erfüllt eine zentrale ökologische und wasserwirtschaftliche Funktion. Sie versorgt die empfindlichen Ökosysteme der Insel, insbesondere Dünen- und Feuchtlebensräume, mit Süßwasser. Auf vielen Inseln dient sie zudem als wichtigste Trinkwasserquelle.
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Definition | Süßwasserkörper im sandigen Untergrund der Insel |
| Lage | Liegt oberhalb des salzhaltigen Grundwassers |
| Speisung | Durch Niederschlag |
| Bedeutung | Wichtige Trinkwasserressource und Grundlage für Inselökosysteme |


