Nein, eine Vermischung von Süß- und Salzwasser durch die Bohrung ist nach heutigem Stand der Technik nicht zu erwarten.
Beim Horizontalspülbohrverfahren (HDD) wird ein geschlossener Bohrkanal hergestellt. Dieser wird nach Abschluss der Bohrung mit einem Schutzrohr ausgekleidet, in das später das Kabel des Tarchon Interkonnektors eingezogen wird. Dadurch entsteht keine dauerhafte Verbindung zwischen unterschiedlichen Grundwasserbereichen.
Zusätzlich wird die Lage der Bohrung im Vorfeld auf Grundlage geologischer und hydrogeologischer Untersuchungen festgelegt. Dabei wird besonders darauf geachtet, die natürliche Struktur der wasserführenden Schichten der Insel möglichst wenig zu beeinflussen.
Während der Bauarbeiten werden die Bohrparameter kontinuierlich überwacht. Sollte es Hinweise auf ungewöhnliche Veränderungen im Bohrverlauf geben, können die Arbeiten unmittelbar angepasst werden.
Durch diese technischen Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Funktionen der Süßwasserlinse langfristig erhalten bleiben.